Hochbeet düngen

Hochbeet düngen

Auf welche Arten lässt sich ein Hochbeet düngen – und wie fördere ich das Pflanzenwachstum?

Wie im ebenerdigen Beet, ist es auch im Hochbeet sinnvoll, die Erde mit Dünger zu vermischen. So wird der Nährstoffgehalt des Bodens zusätzlich angereichert und Ihre Pflanzen gedeihen prächtig. Hier finden Sie die wichtigsten Infos zu den verschiedenen Arten von Dünger, die sich für ein Hochbeet eignen und sich als ideale Alternative zu Kunstdünger anbieten.

Wie oft muss man ein Hochbeet düngen?

Ein Hochbeet ist nicht nur optisch ansprechend, sondern bietet auch zahlreiche Vorteile für den Anbau von Gemüse und Kräutern. Dank der Schichtung verschiedener Materialien bietet es bereits von Beginn an viele Nährstoffe für die Pflanzen. Dennoch stellt sich für viele Gartenliebhaber die Frage, wie oft sie ihr Hochbeet düngen sollten, um optimale Wachstumsbedingungen zu gewährleisten. Hochbeet.com hat ein Paar Tipps für Sie vorbereitet.

Startphase des Hochbeets:

Ein frisch angelegtes Hochbeet benötigt in der Regel im ersten Jahr kaum zusätzliche Düngung. Durch die Verrottung der organischen Materialien wie Gartenabfälle, Laub und Kompost wird während dieses Zeitraums genügend Nährstoff freigesetzt. Dieser natürliche Zersetzungsprozess stellt den Pflanzen eine konstante Nährstoffquelle zur Verfügung.

Nach dem ersten Jahr:

Ab dem zweiten Jahr beginnt die ursprüngliche Nährstoffquelle des Hochbeets nachzulassen. Hier ist es ratsam, mit dem Düngen zu beginnen. Die Häufigkeit des Düngens hängt von der Art des Düngers und den angebauten Pflanzen ab. 

Achten Sie auf die Pflanzen:

Die Pflanzen selbst geben oft Hinweise darauf, ob sie zusätzliche Nährstoffe benötigen. Gelbe Blätter, stunted Wachstum oder mangelnde Fruchtbildung können Zeichen von Nährstoffmangel sein.

 

Düngen mit Kompost – Das schwarze Gold des Gartens

Kompost ist nicht nur eine umweltfreundliche Alternative zu industriellen Düngemitteln, er ist auch ein wertvoller Beitrag zur Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in Ihrem Garten. Wenn Sie Ihr Hochbeet optimal düngen wollen, bietet Kompost eine Reihe von Vorteilen:

 

  • Wichtige Nährstoffzufuhr: Ein reichhaltiger Kompost liefert dem Hochbeetboden die essentiellen Nährstoffe, die Ihre Pflanzen für ein gesundes Wachstum benötigen.
  • Ideale Konsistenz: Ein guter Kompost hat die Konsistenz von Walderde: krümelig und duftend. Dies verbessert nicht nur die Bodenstruktur, sondern fördert auch das Mikrobenleben im Boden.
  • Die richtige Feuchtigkeit: Achten Sie darauf, dass Ihr Kompost weder zu feucht noch zu trocken ist. Ein Test: Wenn kein Wasser austritt, wenn Sie den Kompost in der Hand zusammendrücken, ist er optimal.
  • Test für Düngereife: Um sicherzugehen, dass der Kompost reif und bereit für die Düngung ist, können Sie eine kleine Menge Kresse darauf aussäen. Wenn innerhalb einer Woche kleine Kressepflanzen sprießen, ist der Kompost bereit für Ihr Hochbeet.
  • Vorsieben für eine feine Struktur: Vor dem Düngen sollten Sie den Kompost sieben. So stellen Sie sicher, dass keine größeren Partikel oder unverrottetes Material im Hochbeet landen.
  • Ausgewogene Nährstoffzufuhr: Kompost ist reich an Phosphor und Kalium, hat jedoch einen niedrigeren Stickstoffgehalt. Deshalb ist es wichtig, ein gutes Mischverhältnis zwischen kohlenstoffreichen (z.B. Laub, Papier) und stickstoffreichen (z.B. Grünschnitt, Küchenabfälle) Materialien im Komposthaufen zu gewährleisten. Das ideale Verhältnis liegt bei 20:1 zugunsten von Kohlenstoff.
  • Stickstoffzugabe: Da Stickstoff essentiell für das Pflanzenwachstum ist, sollte dieser dem Kompost in Form von Hornspänen oder Schafwollpellets zugeführt werden.

 

Durch die richtige Verwendung von Kompost als Dünger können Sie nicht nur den Boden Ihres Hochbeets bereichern, sondern auch einen aktiven Beitrag zur Umwelt leisten.

 

Düngen mit Stallmist – Mehr als nur Abfall

Die Düngung von Böden mit Stallmist blickt auf eine lange Tradition zurück. Obwohl heutzutage weniger Menschen direkten Zugang dazu haben, birgt Stallmist großes Potential zur Düngung Ihres Hochbeets:

  • Was ist Stallmist? Stallmist setzt sich aus den Exkrementen von Tieren, wie Kühen, Pferden, Hühnern oder Schweinen, und ihrer Einstreu – meistens Stroh oder Sägespäne – zusammen.
  • Nährstoffquelle: Dieser natürliche Dünger enthält eine Vielzahl wertvoller Nährstoffe, die dem Pflanzenwachstum zugutekommen.
  • Kompostieren für einen Mehrwert: Um den Nährstoffgehalt zu erhöhen und die Qualität des Stallmists zu verbessern, kann er mit Gartenabfällen kompostiert werden.
  • Vorsicht mit frischem Stallmist: Es ist wichtig, keinen frischen Stallmist direkt als Dünger zu verwenden, da er hohe Mengen an Ammoniak enthält, welches für Pflanzen zu „scharf“ sein kann.
  • Einwirkzeit berücksichtigen: Um das volle Potential des Stallmists zu nutzen und die Pflanzen nicht zu schädigen, sollte er mehrere Wochen vor der Bepflanzung in die Erde eingearbeitet werden. Der ideale Zeitpunkt hierfür ist entweder im Herbst oder von Jänner bis Februar. So können sich die Nährstoffe allmählich freisetzen und der Verrottungsprozess beginnt.
  • Pflanzenspezifische Düngung: Einige Gemüsesorten, wie Kartoffeln, Kohl, Gurken, Tomaten und Kürbis, profitieren besonders von der Düngung mit Stallmist. Bei anderen, wie Zwiebeln, Karotten und Rettich, sollte man jedoch zurückhaltender sein.

Die Düngung mit Stallmist ist eine effektive Methode, um Ihr Hochbeet zu bereichern und Ihren Pflanzen die notwendigen Nährstoffe zu liefern. Gleichzeitig leisten Sie einen Beitrag zur nachhaltigen Gartenwirtschaft, indem Sie organische Abfälle sinnvoll nutzen.

 

Düngen mit Hornspänen – Natürlicher Stickstoff

Hornspäne, Hornschrot und Hornmehl werden seit vielen Generationen als langsam wirkender organischer Stickstoffdünger eingesetzt. Er wird meist aus zerkleinertem Horn und Hufen von Schlachttieren hergestellt. Die Düngewirkung setzt umso schneller ein, je feiner die Hornspäne gehobelt sind, am effektivsten wirkt also Hornmehl. Werden grobe Hornspäne verwendet, so entfaltet sich die Wirkung langsamer, hält aber dafür länger an. Optimalerweise verwenden Sie eine Mischung, die sowohl grobe Hornspäne als auch Hornmehl enthält. Diese eignen sich auch optimal zum Kompostieren, da nicht nur der Nährstoffgehalt erhöht wird, sondern sich außerdem der Verrottungsvorgang beschleunigt. Beim Düngen des Hochbeets tragen sie die Späne am besten kurz vor dem Bepflanzen auf, Hornmehl sollte Sie dabei etwas untermengen. Sie können dieses aber auch direkt ins Pflanzloch geben und etwas einwässern und dann die gewünschte Pflanze direkt einsetzten. Achten Sie generell darauf, dass der Boden des Hochbeets etwas feucht ist, wenn Sie mit Hornspäne düngen.

Düngen mit Schafwollpellets – Plüsch fürs Hochbeet

Schafwollpellets, die aus Schurwollresten hergestellt werden, sind in der Bio-Landwirtschaft ein beliebter Dünger und bieten zahlreiche Vorteile für Ihr Hochbeet:

  • Umweltfreundlicher Dünger: Statt die verschmutzten Reste der Schurwolle zu entsorgen, werden sie als nährstoffreicher Dünger wiederverwendet. Dieser nachhaltige Ansatz hilft, Ressourcen sinnvoll zu nutzen und Abfall zu reduzieren.
  • Hoher Stickstoffgehalt: Schafwollpellets sind reich an Stickstoff, einem wesentlichen Nährstoff für das Pflanzenwachstum.
  • Bessere Wasserspeicherung: Ein bemerkenswerter Vorteil von Schafwollpellets gegenüber anderen Düngemitteln ist ihre Fähigkeit, Wasser effektiv zu speichern. Dies kann besonders in trockenen Perioden von Vorteil sein.
  • Vielfältige Anwendungen: Neben Hochbeeten können Schafwollpellets auch in anderen Gartenbereichen, wie dem Kartoffelturm, verwendet werden, um die Ernteerträge zu steigern.
  • Langzeitdünger: Die Freisetzung von Stickstoff aus Schafwollpellets erfolgt allmählich, wodurch sie sich hervorragend als Langzeitdünger eignen.
  • Ideal für Starkzehrer: Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf, auch Starkzehrer genannt, profitieren besonders von der Düngung mit Schafwollpellets.
  • Einfache Anwendung: Sie können die Pellets direkt im Beet verteilen und mit etwas Erde bedecken oder sie unmittelbar ins Pflanzloch geben, bevor Sie die Pflanze einsetzen.

Schafwollpellets sind eine umweltfreundliche, nachhaltige und effektive Möglichkeit, Ihr Hochbeet zu düngen. Sie bieten nicht nur Nährstoffe für Ihre Pflanzen, sondern unterstützen auch die Bodengesundheit und fördern ein nachhaltiges Gärtnern.

Worauf warten Sie noch, folgen Sie den wertvollen Ratschlägen von unserem Blog, machen Sie Ihr Hochbeet stark durch die optimale Düngung.