Unser Hochbeet Ursula in vollem Wuchs

Hochbeet anlegen und richtig befüllen für ertragreiche Ernten

Die Nutzung von Hochbeeten erfreut sich in Klein- und Hausgärten ständig wachsender Beliebtheit. Grund dafür ist nicht allein die komfortable Arbeitshöhe eines Hochbeets, wodurch eine rückenschonende Pflanzenpflege und Ernte ermöglicht wird. Die Vorteile eines Hochbeets gehen aber noch weiter über die angenehme Bewirtschaftung der Pflanzen hinaus. Denn ein richtig befülltes Hochbeet zeichnet sich durch  ausgeglichenere Bodentemperatur aus. Das ermöglicht die frühere Nutzung eines Hochbeets im Vergleich zum ebenerdigen Gartenbeet.Falls auch Sie mit dem Gedanken spielen, in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon ein Hochbeet anzulegen, dann sind ein paar Dinge zu beachten. Nämlich zunächst die Wahl des richtigen Ortes, an dem das Hochbeet aufgestellt werden soll und mindesten genauso wichtig ist  die richtige Befüllung des Hochbeets.

 

Warum ist die richtige Befüllung so wichtig?

Bodentemperatur und Nährstoffgehalt im Hochbeet sind davon abhängig, dass Kleingärtnerinnen und Kleingärtner ihr Hochbeet so befüllen, wie es den natürlichen Gegebenheiten der Verrottung von Pflanzenteilen entspricht. Die richtige Befüllung spielt also eine wichtige Rolle dabei, ein Hochbeet besonders effektiv nutzen zu können. Frühere Ernten, längere Nutzungsdauer und der erhöhte Nährstoffgehalt können nur dann erzielt werden, wenn das Hochbeet richtig befüllt wurde. Wie das geht und was das bedeutet, können Sie in diesem Beitrag erfahren. Nutzen Sie auch unsere Hochbeet Infographik zur Hochbeetbefüllung und Sortenverträglichkeit.

 

Was ist der optimale Standort für mein Hochbeet?

Idealerweise steht das Hochbeet an einem Ort, an dem die Pflanzen genügend Sonnenlicht bekommen können. Dabei ist es aber nicht erforderlich, dass das Hochbeet von früh bis spät direkt von der Sonne beleuchtet wird - auch wenn das Hochbeet ein Drittel des Tages im Schatten liegt, werden Sie sich über ertragreiche Ernten freuen können. Da neben Ihren Pflanzen auch Gärnter ihre Bedürfnisse haben, sollten Sie bei der Wahl des Standortes, an dem Sie Ihr Hochbeet anlegen wollen, auch so wählen, dass das Hochbeet leicht zugängich bleibt. Empfehlenswert ist es außerdem, wenn sich eine Wasserstelle in der Nähe des Hochbeetes befindet. Das erleichtert Ihnen durch kurze Wege die manuelle Bewässerung. Auch wenn Sie Systeme zur Hochbeet-Bewässerung, wie etwa ein System zur Sprühbewässerung oder Oberflächenbewässerung, im Einsatz haben, sparen Sie sich das Verlegen eines langen Schlauches, wenn Sie sich gut überlegen, wo Sie Ihre Hochbeet anlegen.

 

Welche Gartenabfälle eignen sich zum Befüllen des Hochbeetes?

Ambitionierte Naturgärtner verfolgen beim Befüllen ihres Hochbeets die Philosophie, dass der eigene Garten bereits so gut wie alle Nährstoffe bietet, die von den nachfolgenden Pflanzengenerationen benötigt werden. Aber auch für weniger erfahrene Gartenbesitzer ist die Kompostierung und Bodenverbesserung sehr leicht zu bewerkstelligen. Als Befüllung des Hochbeets kommen in großer Menge nützliche Gartenabfälle zum Einsatz. Einzig und allein hartnäckige Unkrautwurzeln, wie die von Löwenzahn oder Ackerwinde, sollten den Schichten der Hochbeetfüllung nicht untergemischt werden. Gut verwendbar sind vor allem:

  • Baum- und Heckenverschnitt
  • Häckslergut
  • Rasenschnitt
  • Abfälle der Pflanzenpflege
  • Beetbereinigung nach der Ernte
  • Laub
 
Die verschiedenen Materialien werden dabei nacheinander in Lagen übereinander geschichtet, um ein optimales Klima für die Verrotung im Inneren des Hochbeets zu schaffen. Grob lassen sich die Schichten eines vollständig angelegten und befüllten Hochbeets in drei Arten unterscheiden. Jede der Schichten nimmt dabei in etwas ein Drittel des Raumes im Hochbeet ein. Als unterste Schicht kommen Äste, Zweige und Wurzeln zum Einsatz. Die mittlere Schicht besteht aus Kompost und Rasenschnitt. Die oberste Schicht ist die Gartenerde, in welche die Pflanzen dann eingesetzt werden.

 

Wie erfolgt das Hochbeet befüllen im Klein- oder Hausgarten?

Jetzt erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Hochbeet richtig befüllen. Der Querschnitt eines vollständig befüllten Hochbeets sieht dann in etwa so aus:
 

Das optimale System um ein Hochbeet zu befüllen

 
 
 

Zu unterst empfehlen wir das Anbringen eines Wühlmausgitters - also noch vor dem Befüllen des Hochbeets mit der ersten Schicht. Direkt auf das Wühlmausgitter kommt dann die erste Lage der Füllung - Baumschnitt, Strauchschnitt und/oder Heckenschnitt. Diese lockere Schicht ergibt eine lose Struktur, wodurch das Hochbeet für nützliche Bodenlebewesen zugänglich bleibt. Die Kombination mit dem Mausschutzgitter ist ideal um gleichzeitig unerwünschte Besucher fern von den Pflanzen im Hochbeet zu halten. Als Abschluss der ersten Schicht kommen ca. 5cm dicke umgedrehte Rasensoden zum Einsatz.

Auf die unterste Schicht folgt eine zweite Lage, etwa 20 cm stark, bestehend aus leichtem Kompost. Laubschnitt und Rasenschnitt. Bei Kompost aus dem eigenen Garten ist es ratsam darauf zu achten, ausschließlich biologische Abfälle für die Kompostierung zu verwenden und keine Reste von Fleisch oder Fisch mit zu verwenden. Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Sie hochwertigen Kompost herstellen können, dann haben wir für Sie Informationen zum Unterschied von Fäulnis- und Fermentationsverrottung.

Die oberste Schicht eines richtig befüllten Hochbeets ist einfach eine Lage guter Erde. Entweder verwenden Sie dazu Erde aus Ihrem Garten (z.B. die Erde, die sie weggeschaffen haben, um das Hochbeet bei sich aufstellen zu können) oder sie besorgen sich qualitative BIO-Schwarzerde. Der Erdschicht braucht dabei nicht extra Kompost beigegeben zu werden.

Wenn Sie sich bei der Befüllung Ihres Hochbeets an diese Vorgehensweise halten, können Sie für etwa 5 Jahre ergiebige und qualitativ hochwertige Ernten erwarten. 

Der Grundaufbau unseres Hochbeet aus Metall 
 
 
 
 
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